FDP begrüßt Diskussion zur Telemedizin und Digitalisierung im Gesundheitswesen

Der 121. Ärztetag diskutiert in dieser Woche unter anderem die Chancen der Digitalisierung und die zukünftige Nutzung von Telemedizin. Die Freien Demokraten begrüßen in diesem Zusammenhang den Vorstoß der Ärztekammer, das sogenannte Fernbehandlungsverbot abzuschaffen.
Der stellvertretende Vorsitzende der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, Frank Sitta sagt dazu: „Telemedizin wird zukünftig als unterstützende Maßnahme in der medizinischen Versorgung eine große Rolle spielen. Sie vereinfacht  die Betreuung, weil sie beispielsweise eine schnelle Kontaktaufnahme zwischen Arzt und Patient ermöglicht.“ Auch Sittas Landesverband Sachsen-Anhalt hat sich auf seinem Parteitag im April entsprechend positioniert. „Wir sehen hier klar die Chancen im Vordergrund, denn Telemedizin kann als Teil eines Maßnahmebündels einer Unterversorgung im ländlichen Raum entgegenwirken. Der Zugang zu medizinischem Expertenwissen muss dann keine Frage des Wohnorts mehr sein“, stellt Sitta fest.
Nach Einschätzung der Freien Demokraten droht Deutschland, wie in vielen anderen Bereichen der Digitalisierung auch, im Gesundheitswesen den Anschluss zu verlieren. „Uns hilft keine Flickschusterei oder einzelne Lösungsansätze. Wir brauchen ein Gesamtkonzept und ein gemeinsames Vorgehen der Krankenkassen. Modellversuche in anderen Bundesländern und im europäischen Ausland zeigen die Notwendigkeit dafür“, erklärt er abschließend.